Geschichte Magdeburg

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Die Geschichte Magdeburgs

Geschichte Magdeburg

Die heutige Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen Anhalt im östlichen Deutschland hat heute ca. 230.000 Einwohner und zählt neben der Lutherstadt Wittenberg zu einer der schönsten Städte dieser Region. Das Stadtwappen zeigt eine rote Burg mit zwei Türmen, welche in der Mitte ein geöffnetes Tor zeigt. Auf dieser steht eine grün gekleidete Frau, welche einen grünen Kranz in der rechten Hand hochhält. Erstmals wurde das damalige Magadoburg oder auch Magathaburg im Jahre 805 nach Christus urkundlich im Diedenhofener Kapitalur auf Anordnung Karl des Großen erwähnt. Der Name der Stadt bedeutete damals so viel wie mächtige Burg oder große Burg. Es wurden allerdings im Raum Madgeburg Faustkeile aus der frühen Saaleeiszeit gefunden, die belegen, dass schon etwa vor 150 000 Jahre Menschen dort gelebt haben. Magdeburgs Vergangenheit ist so bewegend wie kaum eine Stadtgeschichte Mitteleuropas. Im Jahre 919 ließ Heinrich der Erste einen Befestigungswall errichten, um Magdeburg vor den Slawen, mit welchen gleichzeitig über die Elbfurt Handel getrieben wurde, und den Magyaren zu schützen. Die Stadt war Kaiserpfalz von Otto dem Ersten, Sohn von Heinrich dem Ersten, welcher sich dort mit seiner Gattin Edith zeitweise niederließ. Zur Hochzeit der beiden im Jahr 929 erhielt Edith, welche Tochter von Edward des Älteren aus dem englischen Königshaus war, Magdeburg als sogenannte Morgengabe ein Geschenk des Ehemanns an die Ehefrau. 937 nach Christus wurde dort eine Reichsversammlung von Kirche und Kaiser abgehalten, da zu der selben Zeit das Mauritius oder Moritzkloster erbaut wurde, welches St. Mauritius gewidmet war. Dieser war Anführer der thebaischen Legion und wird seit dem 4. Jahrhundert von der römisch katholischen Kirche als Heiliger verehrt. 946 nach Christus verstarb die Königin Editha. Sie wurde in der damaligen Klosterkirche beigesetzt, welche heute das Wahrzeichen Magdeburgs schlechthin, der Magdeburger Dom ist. Nach Edithas Tod heiratete Otto Adelheid, welche aus Italien stammt und das architektonische Bild der Stadt nachhaltig veränderte. 962 wurden die beiden schließlich mit der kaiserlichen Krone im Bezug des Heiligen Römischen Reiches gekrönt und im Jahre 967 geschah es, dass Magdeburg zum Erzbistum aufstieg. Erzbischof Adalbert von Magdeburg war der Erste in der Stadt und wurde als slawischer Apostel heiliggesprochen. Im Jahre 973 verstarb Kaiser Otto der Erste schließlich und wurde auf seinen Wunsch hin neben seiner ersten Ehefrau, der Königin Editha bestattet.

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1035 nach Christus wurde Magdeburg als Messestadt erklärt. Dies bedeutete, dass es der Stadt fortan rechtlich erlaubt war Konventionen und Handelsausstellungen zu betreiben. Händler aus vielen Ländern wurden so nach Magdeburg gelockt, um dort Ihre Geschäfte zu treiben. So kam es, dass eine Magdeburger Silbermünze, stammend aus dem 11. Jahrhundert auf den Färöern, einer Inselgruppe zwischen den britischen Inseln, Norwegen und Island gefunden wurde. Im Jahr 1126 wurde Norbert von Xanten, den man später heiligsprach, zum Erzbischof der Stadt Magdeburg erklärt. Das Magdeburger Recht, welches in der Stadt entwickelt wurde, war ein Stadtrecht das Einfluss auf ganz Ostmitteleuropa und Osteuropa hatte. Es garantierte den Bürgern innerhalb der Stadtmauern persönliches Eigentumsrecht und Schutz von Leib und Leben und untersagte die Willkür mächtiger Händler. Nachdem Martin Luther im Jahr 1524 mehrmals in Magdeburg gepredigt hatte, wurde am Tage des 17. Juli 1524 die Reformation aller Kirchen der Stadt, ausgenommen im Magdeburger Dom eingeführt. Georg von Mecklenburg belagerte die Stadt von 1550 bis 1551. Diese Belagerung wurde durch einen Friedensvertrag aufgehoben. Durch Feldherr Tilly wurde Magdeburg im dreißig Jahre andauernden Krieg 1618 bis 1648 erobert und ging 1631 in einem großen Stadtbrand fast unter. Im bekannten Frieden von Prag 1635 wurde Magdeburg dem Prinzen August aus Sachsen überlassen. 1646 bis 1681 war Otto von Guericke, welcher ein bekannter Physiker war, der Bürgermeister von Magdeburg. Die Pest forderte auch in Magdeburg Ihre Opfer Von Juni 1681 bis Januar 1682 starben ca. 2649 Menschen. 1807 wurde Magdeburg Sitz des Elbdepartments und gehörte zeitweise zum Königreich Westfalen. 1866 wurde Magdeburg der Hauptsitz des IV Armee Korps, was auch dazu führte, dass Paul von Hindenburg einer der führenden Generäle war. Militärisch war die Stadt auch wichtig, als die US Truppen Ihre Stellung bezogen gegen Ende des zweiten Weltkriegs. Die Innenstadt wurde fast vollständig zerstört und die Trümmerfrauen leisteten auch in Magdeburg ganze Arbeit. Zu DDR Zeiten war Magdeburg Standort des Schwermaschinenbaus und seit 1952 Bezirksstadt bis zur Wende 1990. 1994 wurde die Stadt wieder Sitz eines römisch katholischen Bischofs. Friedrich Hundertwasser entwarf für Magdeburg das letzte von Ihm kreierte Haus, die grüne Zitadelle, die eines der heutigen Wahrzeichen bildet. Der Osten Deutschlands hat mehr zu bieten als nur die Ferienwohnung auf Usedom oder Zelten auf der Mecklenburger Seenplatte. Geschichtsträchtige Orte sind hier keine Seltenheit und für den politisch und geschichtlich interessierten Besucher sind viele Städte in den östlichen Bundesländern wahre Goldgruben.

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