Dom Magdeburg

Der Dom zu Magdeburg

Der Magdeburger Dom, Wahrzeichen der Stadt Magdeburg

Der Madeburger Dom

Der Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina ist eine evangelische Kirche in Mitteldeutschland und seit 800 Jahren das Wahrzeichen der Stadt Magdeburg. Er gilt als das älteste deutsche gotische Bauwerk und eine der größten Kirchen in Deutschland. Der Magdeburger Dom wurde mehrfach zerstört und neu aufgebaut. Otto I, der Große, der 962 zum Kaiser gekrönt wurde, gründete 938 das St. Mauritiuskloster, deren Reste man heute noch im südlichen Kreuzgang des Doms besichtigen kann. Im Jahr 968 wurde die Kirche des Klosters zur Kathedrale erhoben, die dem kirchlichen Erzbischof als Sitz diente. Nachdem der Dom im Jahr 1207 abbrannte, wurden die Ruinen der alten Kathedrale abgerissen und ein neuer gotischer Dom mit den Steinen und Säulen des ehemaligen Doms erbaut, der 1520 endgültig fertig gestellt war. Nach der schweren Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom 1955 vollständig restauriert. Erneute Restaurierungsarbeiten werden seit 1983 durchgeführt. Inzwischen finden archäologische Ausgrabungen am Dom statt, um mehr Details über die Geschichte des Doms und seine Vorgängergebäude zu erfahren. Der Magdeburger Dom weist eine Gesamtinnenlänge von 120 Metern sowie eine Deckenhöhe von 32 Metern auf. Der Südturm ist 99,25 Meter und der Nordturm 104 Meter hoch.

Der geschichtsträchtige Magdeburger Dom bietet viele interessante Sehenswürdigkeiten. So kann man in der Kathedrale verschiedene Epochen gut nachverfolgen: Der Chorgrundriss ist gotisch modern, das Umgangserdgeschoss spätromanisch, das Umgangsobergeschoss frühgotisch, der Obergaden hochgotisch, die Bronzegrabplatten romanisch und der Glockenstuhl barock. Bekannt sind auch die großen Portalskulpturen der Klugen und Törichten Jungfrauen, die die Tracht des 13. Jahrhunderts tragen. Sehenswert ist weiterhin das steinerne Bild über der Paradiespforte des Schäfers mit seinem Knecht sowie Hunden, der sagengemäß den Neubau des Domes durch einen gefundenen und gestifteten Goldschatz ermöglicht haben soll. Aus der Zeit des ersten Dombaus stammen die antiken Säulen in der Apsis, die in Italien aus Porphyr, Marmor und Granit hergestellt wurden. Die Bodenfarbe in der begehbaren Krypta ist in Grau- und Weißtönen gehalten und gefliest. Der Boden stammt genauso wie die Mauerreste vermutlich aus der Gründungszeit. Weitere sakrale, geschichtlich bedeutsame sowie kulturelle Sehenswürdigkeiten laden den Touristen zu einem Besuch des Magdeburger Doms ein.

Der Magdeburger Dom

Der Magdeburger Dom gilt als ältestes gotisches Bauwerk Deutschlands und bietet einen imposanten Anblick in Sachsen-Anhalts Hauptstadt. Mit einer Höhe von rund 100 Metern ist er der höchste Sakralbau im Osten Deutschlands und für jeden Besucher der Stadt ein absolutes Highlight des Stadtbesuchs!

Die Geschichte des Magdeburger Doms

Die Geschichte des Magdeburger Doms geht zurück bis ins Jahr 937. Damals ließ Otto I. auf dem Domhügel das Benediktinerkloster St. Mauritius errichten. Magdeburg war damals noch ein sehr kleines Fleckchen an der Elbe und diente vor allem als Handelsstandort zum Austausch mit ostelbischen Slawenstämmen. Otto I. hatte den Flecken Erde bei Übernahme des sächsischen Throns zu seinem Haupt-Pfalzort gewählt. Seine englische Gattin Editha erhielt Magdeburg anlässlich ihrer Hochzeit im Jahr 929 als Morgengabe. Otto hatte gelobt, ein Bistum zu errichten und verfolgte diesen Plan konsequent. Im Laufe der Zeit wurde das Magdeburger Gotteshaus zu einer romanischen Basilika ausgebaut. Nach einem Brand im Jahr 1207 wurde das Gebäude komplett zerstört und an seiner Stelle wurde der Dom so errichtet, wie ihn Touristen aus aller Welt heute besuchen können. Der damalige Leiter des Erzbistums Albrecht, Graf von Käfernburg ließ die Überreste des alten Komplexes abreißen und an seiner Stelle einen gotischen Neubau erbauen. Als Vorbild dienten anderen Kirchenbauten, so beispielsweise die Kathedrale Notre Dame in Paris. Die gesamte Bauzeit nahm mehr als 300 Jahre in Anspruch. Zunächst fungierte das Bauwerk als katholische Bischofskirche, wurde aber im Zuge der Reformation evangelisch. Eine Bombe fügte dem Bauwerk während des Zweiten Weltkrieges starke Beschädigungen zu. Erst im Jahr 1955 konnten diese komplett beseitigt werden. Seitdem werden immer wieder kleinere und größere Restaurierungen am Bauwerk vorgenommen. Im Herbst 1989 wurde auch das Gotteshaus in Magdeburg zum Sinnbild für die friedliche Revolution zur deutsch-deutschen Wiedervereinigung.

Die Architektur des Doms

Das imposante Bauwerk wurde im gotischen Stil errichtet. Dabei wurde das Gebäude wie damals üblich von Ost nach West errichtet. Vor allem weil der Chor als Teil der Kathedrale zügig benutzbar sein sollte, verfuhr man auf diese Weise. Im Chor wurde das Hochamt zelebriert. Im Jahr 1215 forderte der Papst auf, den Bau zu unterstützen und es wurde ein Ablass gewährt. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Gebäude nach französischem Vorbild auf deutschem Boden errichtet. Erstmals ersetzte die helle und lichte Bauweise der Gotik den schweren Stil der vorangegangenen Romantik. Beim Magdeburger Gotteshaus macht sich dies vor allem durch den lichtdurchfluteten Innenraum bemerkbar. Die helle Bodenfarbe reflektiert das einfallende Licht und taucht den Raum in einen warmen Schein. Insgesamt ist das Gotteshaus 120 Meter lang und besitzt eine Deckenhöhe von 32 Metern. Die beiden Türme, die erst im Jahr 1520 fertiggestellt wurden, sind knapp 100 Meter hoch. Beim Bau nahmen die Bauherren einige technische Neuheiten der Zeit auf. Skulpturen und Figuren innerhalb der Kirche wurden nach einem in Chartres gebräuchlichen Stil errichtet. Innerhalb der Bauzeit änderte sich die Planung mehrmals. Man geht davon aus, dass der Chor bereits im Jahr 1221 genutzt werden konnte. Von den ursprünglich bis zu 15 Glocken sind bis heute noch fünf erhalten. Für die Errichtung des Glockenstuhls aus Holz wurde Holz älterer Konstruktionen verwendet. Berühmt ist die "dicke Susanne", dies aus dem Kloster Neuwerk nach Magdeburg gebracht wurde. Die Menschen damals schrieben der Glocke "dicke Susanne" Wunderkräfte zu.

Kunst und Kultur

Die Geschichte des Gotteshauses ist untrennbar mit Kaiser Otto dem Großen und der Geschichte des Römischen Reichs verbunden. Er und seine Gattin wurden im Dom beigesetzt. Zunächst war man davon ausgegangen, dass es sich bei dem Grab Edithas um ein leeres Scheingrab handelte. Im Jahr 2008 ergaben Untersuchungen jedoch, dass es sich bei denen in einem Bleisarg entdeckten Gebeinen tatsächlich um die einstige Königin handelte. Das Gotteshaus beherbergt zahlreiche Kunstwerke unterschiedlicher Epochen. Bei einem Rundgang stoßen Touristen auf ein breites Spektrum an Künstlern und Skulpturen. Otto I. ließ Kunstwerke aus Italien und Frankreich in den Dom bringen. Besonders sehenswert sind neben dem Kaisergrab auch die Sandsteinskulpturen des Heiligen Mauritius und der Heiligen Katharina sowie des Herrscherpaars in der heiligen Grabkapelle. Dabei streiten sich die Gelehrten inzwischen, ob es sich wirklich um das berühmte Kaiserpaar handelt oder Jesus Christus und die Heilige Jungfrau Maria darstellen soll. Eine Frage, die sich Besucher beim Anblick gerne selber stellen dürfen. Bei einem Rundgang sollte ein Blick auf die Kanzel und die Orgel nicht fehlen. Ebenso sehenswert ist das Bärlach-Ehrenmal aus dem Jahr 1927. Einen beeindruckenden Fund machten Restauratoren im Sommer 2012. Damals wurde eine rund zwei Quadratmeter große Putzritzung entdeckt, die Kaiser Otto den Großen mit seiner Frau Editha und seiner späteren Gattin Adelheid zeigen. Neben ihnen sind einige Erzbischöfe zu erkennen. Experten gehen davon aus, dass die Bilder aus dem 13. Jahrhundert nahezu original erhalten sind.

Der Dom heute

Während des Dreißigjährigen Krieges bot die Kirche den Menschen Schutz, und auch während der Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges und der friedlichen Revolution im Jahr 1989 stand das Gotteshaus im Mittelpunkt und prägte das Leben in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts. In und an der Kirche trafen sich bis zu 10.000 Menschen zu den Montagsgebeten. Touristen, die Sachsen-Anhalts Hauptstadt besuchen, kommen an einer Visite des größten Bauwerks der Stadt Magdeburg nicht vorbei. Regelmäßig finden an den Sonntagen evangelische Gottesdienste statt, zu denen natürlich auch Touristen herzlich willkommen sind. In der Regel ist die Kirche zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten kann sich die Öffnungszeit auf 16 beziehungsweise 17 Uhr verkürzen. Im Rahmen einer Führung erfahren Gäste viel über die Kultur und die Geschichte des Doms. Ein besonderes Highlight sind Nachtführungen, die an speziellen Tagen angeboten werden. Im Jahr 2008 erhielt die Kirche eine neue Orgel, vor allem Spenden von Privatleuten ermöglichten dies. Mit einem Besuch im Magdeburger Dom wandeln Touristen auf den Spuren der deutschen Geschichte und erfahren Wissenswertes über Kaiser Otto den Großen und das Römische Reich. Interessant sind nicht nur Architektur und Kultur im Gotteshaus, sondern auch die Bedeutung der Kirche innerhalb der einzelnen Epochen.

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